
Der Experimentalunterricht Robotik startete im Schuljahr 2026/27 als vierstündiges Angebot für 18 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse. Wir legten dabei Wert darauf, dass die Hälfte der Plätze für Mädchen vorbehalten sind. Das Projekt ist der Versuch der Aufnahme der interdisziplinären Einführung von Robotik in der Grundschule.
In einem handlungsorientierten und experimentellen Unterricht gewinnen die Schüler ein erstes Verständnis von Analog- und Digitaltechnik, erfahren den Umgang mit einfachen Aktoren und Sensoren und erlernen in einer fortgeschrittenen Unterrichtsphase die Programmierung eines Roboters.
Als Roboter kommt der Edison V3 zum Einsatz, der durch verschiedene Unterrichtsmaterialien und Software-gestützte Programmierumgebungen (EdBlocks, EdScratch, EdPy) ergänzt wird.
Die Vector-Stiftung hat unsere Materialien für den Unterricht mit 2600 € vollumfänglich gefördert. Die Stiftung hängt zusammen mit der Firma Vector Informatik mit Sitz in Stuttgart, einem weltweit agierenden Anbieter von Embedded Software für die Automobil-, Medizintechnik- und Luftfahrtindustrie. Wir sind für die Förderung sehr dankbar, die einen großen Gestaltungsspielraum für den Unterricht eröffnet.
Wir danken Martin Krieg herzlich dafür, dass er das Projekt bei uns ehrenamtlich durchführt.
Der Einsatz des Roboters ist auf schulische Zwecke ausgerichtet und folgt dem Bildungskonzept der „STEM Education“ – Science, Technology, Engineering, Mathematics – mit diesen wesentlichen Merkmalen:
- Ständiges Üben und Experimentieren
- Lösung eines konkreten Anwendungsproblems als Lernziel
- Fehlerkultur
- Relevanz
- interdisziplinäre Sicht auf Problemstellungen
- soziales Lernen und Teamarbeit
- Realitätsbezug
- Förderung von Neugier
Das grundlegende Prinzip des Unterrichts besteht in seinem experimentellen Ansatz. Schülerinnen und Schüler lernen durch konkrete Handlungserfahrungen und Experimentieren mit Technik. Im Sinne der Handlungsorientierung wird der Einsatz virtueller Medien wie Tastatur und Bildschirm zunächst vermieden und kommt erst im späteren Verlauf des Schuljahres zur Anwendung. Die anfänglichen Schüleraktivitäten finden mit vorgefertigten Programmen und programmierten Funktionskarten statt. Damit ist der Roboter ebenfalls programmierbar.
Das umfassende Konzept kann hier heruntergeladen werden: